outfit: autumn preperation

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Es ist wieder soweit. Der Herbst ist da. Während es tagsüber angenehm warm ist und man den goldenen Herbst genießen kann, ist abends die Gänsehaut vorprogrammiert, sollte man zu dünn angezogen sein - eindeutig ein Fall für den Zwiebel-Look. Ich kombiniere dann meist ein T-Shirt - je nachdem was der Wetterbericht sagt mit kurzen oder langen Ärmeln - einen Pullover und meine Jeans- oder Lederjacke.  Einer meiner liebsten Herbstlooks, wie sollte es anders sein, ist wieder relativ farblos. Klassisch, der Sommer ist vorbei und es halten wieder Töne wie dunkelblau, schwarz, weiß und grau Einzug in meinen Kleiderschrank. Besonders gefällt mir im Herbst der Matrosenlook, wie ich ihn nenne. Weiße Jeans, schwarzes Spitzenshirt, dunkelblauen Pullover und meiner Jacke drüber. Um den Style noch den letzten Schliff zu verleihen kommt mein Elbsegler wieder zum Einsatz.

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*einen ähnlichen Look könnt ihr euch auf netzshopping.de zusammenstellen. Dort findet ihr viele Angebote verschiedener Anbieter auf einer Platform vereint.
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travel: Milano City / DOM

Der nächste Stop am vierten Tag meiner kleinen Reise war MILANO. Ich hatte mich wirklich riesig auf diese Stadt gefreut, muss aber rückblickend sagen, dass es doch sehr ernüchternd war. Oder einfach: nichts Besonderes. Natürlich gab es herrlich gekleidete Italienerinnen und mindestens doppelt so attraktive, gut gekleidete Männer aber die Stadt an sich hat mich leider gar nicht umgehauen. Sie war mir zu hektisch, zu laut, zu voll. (Vielleicht war ich auch einfach nur in den falschen Ecken und Mailand muss längerfristig erkundet werden!?) // Jedoch war der Dom für mich eine kleine Attraktion. Man musste zwar zuerst an schwer bewaffneten italienischen Militär vorbei aber das war es wert. Sowohl die Kirche von innen als auch der Ausblick vom Dach waren wunderbar. Wie es mir auch schon von den Kirchen aus Barcelona bekannt war, war es auch hier ganz besonders wichtig, dass die Beinbekleidung nicht kürzer als bis knapp über das Knie ging und die Schultern bei allen Besuchern stets bedeckt waren.  Ich bin ja wirklich kein großer Fan von Kirchen, aber die Größe, die Kunst der Verglasung als auch die Ruhe - einfach großartig!

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ANTOINE LEIRIS - MEINEN HASS BEKOMMT IHR NICHT

»Wir sind zwei, mein Sohn und ich, aber wir sind stärker 
als alle Armeen der Welt.«
meinenhassbekommtihrnicht

Als ich am 13. November des vergangenen Jahres morgens aufwachte, war es für mich ein ganz normaler Tag. Es war halt "Freitag der Dreizehnte". Ich saß mit einer Freundin im Stadtpark, wir schauten ihrem Hund beim Toben zu, beobachteten die Enten und unterhielten uns. Über alltägliches, die derzeitige politische Lage, über Krieg. Dass wir am selben Tag noch mit "Krieg" konfrontiert werden würden, wusste zu diesem Zeitpunkt keiner von uns beiden. - keiner auf dieser riesengroßen, verkorksten Welt. // Gemeinsam saßen wir abends in der Gruppe zusammen, tranken und freuten uns auf die bevorstehende Nacht, in der wir tanzen gehen wollten. Ich loggte mich bei Facebook ein. Eine Grundschulfreundin schrieb in ihrem Status auf französisch, es ginge ihr gut, sie sei in Sicherheit. In Sicherheit? Ich scrollte weiter, entdeckte die Schlagzeilen, überflog sie. Mein Atem stockte einen Moment und mein Blick fiel in die Runde. "Es ist etwas furchtbares passiert" - ich blickte in fragende Gesichter. Der Fernseher wurde eingeschalten und plötzlich hatten wir alle so gar keine Lust mehr zu feiern, als wäre es ein normaler Freitagabend. 
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Ich sitze auf der Veranda unseres Bungalows. Ich schlage das Buch auf und schon nach den ersten Worten fühle ich mich in Antoine Leiris' Leben vom 13.11.2015 versetzt. Ich vergesse alles um mich herum. Es gibt nur seine geschriebenen Worte und mich. Dann, es müsste Seite fünf oder sechs gewesen sein, lege ich das Buch weg und mir laufen heiße Tränen über das Gesicht. Ich kann nicht weiterlesen... Ich weine, weil ich seine Worte, die voller Angst, Trauer und Schmerz erfüllt sind, durchs bloße lesen spüren kann. Ich lese weiter, aber ich muss immer wieder Pausen einlegen, immer wieder tief Luft holen. 

»Freitag Abend habt ihr das Leben eines außerordentlichen Wesens geraubt, das der Liebe meines Lebens, der Mutter meines Sohnes, aber 
meinen Hass bekommt ihr nicht
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Loui Jover x Posterlounge.de

Schon seit Monaten sticht mir dieser Stil, wie die Bilder gestaltet sind, immer wieder ins Auge,. Zuletzt, als ich in Bardolino auf dem Künstlermarkt war. Als ich wieder zuhause angekommen bin habe ich ein wenig recherchiert und bin auf ihn gestoßen: Loui Jover. Der 49-jährige Australier ist bekannt für seine mit schwarzer Tinte auf Buchseiten im Vintagestil gemalten Bilder. Unbezahlbar, dachte ich. Dann bin ich im Internet auf seine Bilder gestoßen. Dank der freundlichen und großzügigen Zusammenarbeit mit posterlounge.de verzieren sie heute mein Wohnzimmer. Ich konnte mich zwischen vielerlei Printversionen, wie z.B. Poster, Leinwand oder Acrylglas entscheiden. Ich bin aber ein Mensch, der lieber gerahmt Bilder hat. Leider habe ich bisher für das Großformat (120x80 cm) noch keinen passenden Rahmen gefunden, ansonsten wäre es perfekt! 

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Wollt auch ihr eure vier Wände ein bisschen aufpeppen habe ich heute etwas für Euch: 

Ich verlose 2x einen Gutscheincode à 15 €! 

Ihr müsst nicht mehr machen, als euer Lieblingsmotiv von posterlounge.de hier in Kombination mit eurer E-Mailadresse als Kommentar zu posten. Aus allen Teilnehmer lose ich binnen zwei Wochen zwei glückliche Gewinner/innen aus ♥ 

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travel: Torri del Benaco / Garda / Lazise

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An meinem zweiten Tag am Gardasee fuhren wir die kleine "Küstenstraße" entlang. Wir starteten in Fossalta, wo unser Campingplatz war und fuhren nach Torri del Benaco. Die Aussicht auf dem Weg dort hin hatte ich verschlafen, aber auf dem Weg nach Hause konnte ich den Ausblick auf den Gardasee, die kleinen Gässchen, die Blumenpracht am Straßenrand und natürlich auch den chaotischen Verkehr in vollen Zügen genießen. In Torri angekommen schlenderten wir über den (Wander-)Markt, der dort immer montags stattfindet. Leider war das größtenteils Ramsch und wir hielten uns dort nicht länger auf. Wir schlenderten die Promenade entlang und genossen einfach diesen Moment.
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Weiter ging es dann nach Garda, was vor allem für meine Schwester ein riesiges Highlight war. Nicht nur, weil es dort so unglaublich schön ist sondern weil sie dort (O-Ton meine Schwester) "Das beste Eis in Italien" haben. Der Laden nannte sich "Gelateria Mu" und erinnerte mich im ernsten Moment an einen klassischen Frozenjoghurtshop. Aber gaaaanz anders: wir konnten uns dort die Bechergröße aussuchen, die verschiedenen Eissorten selbst zapfen und mit Topping und Soßen noch den Abschluss machen. Das ganze wurde dann an der Kasse gewogen und daraus ergab sich dann der Zahlbetrag. Glaubt mir: man kann dort ein Vermögen für Eis ausgeben! // In Garda saßen wir dann eine ganze Weile in einem Cafè, tranken Aperol und planten die nächsten Tage. Meine Schwester und ich waren zeitweise ab vom Schuss, da es kostenloses WLAN gab ;-) ganz ohne konnten wir dann doch nicht.
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Lazise war dann der letzte Halt unserer kleinen "Küstentour". Nachdem ich aber dank dem schwülen Wetter und den doch recht vielen Eindrücken ziemlich kaputt war und uns allen die Füße weh taten schlenderten wir nur kurz an der Promenade entlang, schauten in dem ein oder anderen Laden vorbei und freuten uns dann doch wieder, als die Fahrt nur noch ein paar Minuten dauerte und wir wieder im Bikini auf der Terrasse unseres Mobilehomes sitzen konnten. Tagesabschluss war dann ein schönes Feuerwerk, direkt über Lazise, welches wir von unserer Terrasse aus sehen konnten - danach folgte ein spektakuläres Gewitter!
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travel: Bardolino

Am Sonntag, meinem ersten richtigen Tag in Italien, fuhren wir in das 15 Minuten entfernte Bardolino. Dort war über das Wochenende ein Markt, auf dem regionale Künstler ihre Werke ausstellten und zum Verkauf anboten. Ich habe so schöne Bilder gefunden, schade, dass mir dazu sowohl Geld als auch Platz fehlt! Bardolino: wunderbare kleine Gässchen, süße Läden und niedliche Cafès. An einer Piazza direkt am Wasser, mit Blick auf viele kleine Boote ließen wir uns nieder und genossen ein kühles Getränk. Was ich an italienischen Restaurants/Bars mag ist, dass zu jeder Getränkebestellung kleine Schalen mit Knabberzeugs serviert werden. Pistazien, Chips, sonstige Nüsse oder Grissini. 

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column: laut gedacht - "Ich ruf' dich an!"

Schande über mein Haupt, ich habe mir doch tatsächlich erneut Tinder runtergeladen. Tinder und ich führen eine On-Off-Beziehung. 
Ich glaube, es ist an der Zeit diese Beziehung endgültig zu beenden. 
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Ich sitze im Wartezimmer und warte darauf, dass ich aufgerufen werde. Mein Bein brennt, es tut weh, es ist entzündet. Eine Wespe hat mich gestochen und als Allergiker habe ich (natürlich...) kein Erste-Hilfe-Kit dabei gehabt, als es passierte. Es dauert wieder Ewigkeiten, ich bin schon lange über meinen ursprünglichen Wartezeit und ich blättere so durch den virtuellen Männerkatalog: links, links, links, rechts, links, links, links - OHA - rechts!! Aus meinem Handy heraus blicken mich stahlblaue Augen an und ohne groß darüber nachzudenken tippe ich wie wild eine Nachricht ein - senden. Im selben Moment blinkt mein Handy: neue Nachricht von T. Das ging schnell - Zwei Doofe, ein Gedanke! Sein Schreibstil wirkt sympathisch. Es geht eine Weile hin und her, er fragt, ob ich mich abends mit ihm treffen möchte. Ich will erst absagen, so wie ich es immer mache, aber ich überwinde meinen inneren Schweinehund und sage zu. Die Ärztin ruft mich auf. Es dauert eine Weile, ehe ich das Sprechzimmer wieder verlassen kann. Ich hinke nach Hause. Ich habe also ein Date. // Als wir uns am verabredeten Treffpunkt treffen ist es super entspannt. Ich werde mit einem Küsschen auf die Wange begrüßt. Verdammt, diese Augen... Er ist sympathisch, er hat ein freundliches Lachen und die Begegnung ist so überhaupt nicht unangenehm. Er hat Wein mitgebracht, ich zwei Gläser. So sitzen wir im Stadtpark, erzählen uns Geschichten, lachen über die Jugendlichen, die neben uns ordentlich Krawall machen. Wir reden über unsere Verflossenen, bisherige Tinderbekanntschaften und missglückte Dates. Ich erzähle ihn von einem meiner Dates, als mich meine Freundin Jana in Tränen aufgelöst (Schauspielern kann sie!) anrief um mich aus einem Katastrophendate zu befreien. Er springt auf, stellt sein Glas hin, formt seine Hand zu einem Telefon und sagt 

"Also ja, äh, war super, ne. Ich ruf dich an"

Er grinst frech und setzt sich wieder neben mich. "Der Klassiker" sagt er und nippt an seinem Wein. Meine Story schien ihn zu belustigen. Die Zeit vergeht wie im Flug. Er legt seinen Arm um mich, streichelt mir über die Schulter, schenkt mir Wein nach. Er ist sehr höflich und aufmerksam. Ich lehne mich an seine Schulter und da küsst er mich. Es ist vorsichtig, herantastend, nicht bestimmend. Es ist angenehm aber dennoch irgendwie merkwürdig. Ich möchte nach Hause. Da ich direkt am Stadtpark wohne, möchte ich laufen aber T. besteht darauf, mich nach Hause zu fahren. Er nimmt mich an der Hand, wir gehen zu seinem Auto. Als wir vor meiner Tür stehen blickt er mich an und sagt, dass er sich schon auf unser nächstes Treffen freut. "Wir machen einfach einen zweiten Dienstag in dieser Woche." Zum Abschied küssen wir uns vorsichtig, ich öffne die Autotüre, gehe zur Haustüre und stecke den Schlüssel ins Schloss. Ich drehe mich nicht nochmal um, wie ich es normalerweise mache. 


Es ist lustig, denn seit diesem Treffen sind zwei Wochen vergangen und ich habe T. seither nicht mehr gesehen. Er hat dann wohl den Klassiker gebracht. Wir haben noch ein paar Tage nach unserem Treffen hin- und her geschrieben, uns für nach meinem Urlaub verabredet - von ihm aus! Dann bricht der Kontakt ab - von heute auf morgen. Ich hätte mich auch weiter bemühen können, aber ich habe schlichtweg keinen Bock für einen erwachsenen Mann den Alleinunterhalter zu spielen. Wieder einmal stellt sich mir die Frage, warum es Männer nicht schaffen Frauen einen anständigen Korb zu geben. Gerade von einem Mann im Alter von 30 Jahren kann man doch erwarten, dass er einen Arsch in der Hose hat. In Zeiten von Whatsapp und Facebook geht das doch super einfach. Eine kurze Nachricht, frei nach dem Motto "Hey, war ein super Abend aber der Funke ist leider nicht übergesprungen..." 

Ich erwarte nicht mal eine Entschuldigung. 
Ich erwarten schlichtweg einfach nur RESPEKT! 

Aber offenbar gibt es nur noch eine Hand voll Männer, die diesen Respekt vor einer Frau haben - mir ist jedenfalls noch keiner von dieser vom aussterben bedrohten Spezies begegnet. Zumal so etwas nach dem ersten Treffen schon vorkommen kann: die Chemie hat zwar gestimmt aber halt irgendwie dann doch nicht. 

Also Männer, zeigt mal, dass ihr tatsächlich das "starke Geschlecht" seit und kneift nicht, wenn es darum geht, seinen Mann zu stehen. Wir wollen euch ja nicht gleich heiraten! 

In diesem Sinne: 
Cheers, ich ruf dich an! xx
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© FEATHERLIGHT

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