Sucht, die

Mein erstes Tattoo ließ ich mir stechen, als ich gerade einmal 16 Jahre alt war. Ich wünschte mir eins, so sehr, schon so lange. Zum Schulabschluss dann die Überraschung – meine Mama fuhr mit mir nach Nürnberg um „nur einen Termin“ auszumachen. Nicht mal zwei Stunden später hatte ich auch schon das erste Mal Farbe unter meiner Haut. Was mein erstes Tattoo besonders macht: meine Mama trägt es am Knöchel – einen kleinen Schmetterling. „Ich muss doch testen, ob du das aushältst“. Sascha von Skin City nahm mir an diesem Tag meine Tattoojungfreulichkeit. Das Problem an Tattoos: fängst du einmal an, entwickelst du eine Art Sucht. So geht es zumindest mir. Bereits wenn ich unter der Nadel liege überlege ich mir schon die nächste Idee. Es gibt viele Leute, die nicht verstehen warum man so etwas macht. Dinge wie „Das hängt im Alter“ oder „Das sieht doch nicht schön aus“ überhöre ich inzwischen. Ob meine Haut alt und ledrig ist und hängt oder ob sie alt, ledrig und tätowiert ist und hängt, ist doch völlig egal. Ich liebe ihn, meinen Körperschmuck und ich liebe die Fragen, die mir dazu gestellt werden. Sie gehören zu mir, wie Muttermale oder Narben.
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Abgesehen von dem kleinen Schmetterling am rechten Handgelenk trage ich am linken Handgelenk das Symbol der Unendlichkeit. Die Innenseiten meiner Knöchel werden von den Namen meiner Eltern geziert, an der rechten Armbeuge habe ich zwei kleine Schneeflocken. Jedes meiner Tattoos ist für mich besonders, jedoch eines der schönsten und bedeutendsten Tattoos ist das, welches ich an meiner rechten Seite auf den Rippen trage. Es ist eine Feder und jeder der meinen Blog kennt, erkennt auch dieses Symbol. Mein Blog gehört seit knapp sieben Jahren zu mir und auch, wenn ich irgendwann aufhören sollte, das hier alles zu machen, so wird er immer ein Teil meines Lebens sein.
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Mein neuestes Baby trage ich erst seit wenigen Stunden und ich muss gestehen, dass ich vor diesem Tattoo ganz besonders Angst hatte. Die Schmerzempfindlichkeit eines jeden Menschen ist anders und doch war ich mir sicher, dass das neben den Rippen eine der schlimmsten Stellen werden würde, die ich mir je verzieren ließe. Aber ich habe mich getäuscht. An manchen Stellen spürte ich die Nadel nicht mal unter der Haut. Nach einer knappen halben Stunde war alles vorbei und ich überglücklich! Was wohl als nächstes kommt? 
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8 Kommentare

  1. 20. Juli 2016 / 10:53

    Ich finde es echt super, dass du deinen Blog verewigt hast, ich meine schließlich ist er ein Teil von dir (: Außerdem sieht die Feder wirklich super, super schön aus!

    Liebe Grüße,
    Jenny
    http://imaginary-lights.net

  2. Anonym
    20. Juli 2016 / 15:28

    woah, gerade das Tatt am Rücken gefällt mir richtig, richtig gut!

  3. 30. Juli 2016 / 12:40

    Love this!! Too bad im too afraid to get a tattoo hahah 😀 love it on other people tho!

  4. Anonym
    31. Juli 2016 / 14:40

    Sehr schönes Tattoo! Auch die Bilder sind sehr schön, einfach perfekt in Szene gesetzt. Übrigens, dein neues Profilbild bei Insta sieht auch sehr schön aus 😉

  5. 1. August 2016 / 11:07

    Ich finds super schön! Vor allem dein neuestes (:

    Das mit der Sucht kenne ich – ich habe mir im Mai mein erstes stechen lassen und seitdem so viele Ideen entwickelt, dass ich mich manchmal selbst erschrecke.. aber im Prinzip ist es mein Körper und ich mache damit absolut was ich möchte! Und ich denke auch nicht, dass man etwas das zu einem gehört jemals bereuen kann 😉

    Toller Post!!

    Liebst,
    Alena
    lookslikeperfect.net

  6. 1. August 2016 / 11:08

    Da hast du vollkommen recht 🙂 danke dir! ♥

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