Vor drei Jahren war ich eine richtige Sportskanone. Dröseln wir diesen Satz mal in zwei ausschlaggebende Abschnitte auf: vor drei Jahren und war… Ich habe wirklich jede Menge Zeit investiert, bin nahezu jeden Tag ins Fitness gegangen und habe verdammt gesund gegessen. Irgendwann habe ich das dann Schleifen lassen und niemand anderen die Schuld in die Schuhe geschoben als MIR. Ich ganz alleine war dafür verantwortlich.
Was habe ich gemotzt? 
Wie habe ich gejammert? 
Was habe ich den Blick in den Spiegel gemieden? 
Buuuuh!  
Damit ist jetzt Schluss! Schon seit Anfang Dezember hat sich bei mir der Besuch im Gym wieder eingependelt und seither vergeht keine Woche, in der ich es nicht schaffe mindestens zwei, wenn nicht sogar drei Mal zum Sport zu gehen. Das Wochenende habe ich hier noch gar nicht berücksichtigt. Das alles ist für mich auch kein Vorsatz für 2017, es ist ein Vorsatz für mein Leben. Es lebt sich schlichtweg leichter, wenn man sich um seine Ernährung und seine Fitness kümmert. Da ich dieses mal wirklich am Ball bleibe, habe ich mir überlegt, das ganze Thema hier auf meinem Blog ein bisschen zu behandeln. Ich möchte euch mit Einblicken, Tipps und Rezepten inspirieren und gewiss auch ein wenig motivieren. Daher heute ein paar allgemeine Tipps, wie ihr euren inneren Schweinehund motiviert und ihr Routine in das ganze Spiel bringt.

1. Stelle dir zu allererst die Frage nach dem WARUM
WARUM möchtest Du Sport machen? Die Frage ist simpel und banal, aber sie wirkt. Frage dich stets, was du eigentlich erreichen möchtest. Fettabbau? Muskelaufbau? Konditionssteigerung?

2. Stecke dir realistische (!) Ziele
Du machst dich nur selbst unglücklich wenn du innerhalb kurzer Zeit zu viel verlangst. Rom wurde auch nicht an einem Tag gebaut. Setzt du deine Ziele falsch, also verlangst du z.B. in weniger Zeit einen zu hohen Gewichtsverlust und erreichst ihn nicht, wird es dich demotivieren. Realisitisch (und vor allem gesund) wären z.B. 0,8-0,9 kg pro Woche. Somit würdest du in einem halben Jahr rund 7,5 kg verlieren. Natürlich geht das auch alles schneller, ist aber radikal und zerschießt dir deinen Stoffwechsel, womit du dir absolut keinen Gefallen tust. Glaub mir, ich spreche hier aus Erfahrung… Noch besser wäre es, wenn du der Waage gar nicht so viel Beachtung schenkst und das Maßband dein neuer bester Freund wird. Messe alle zwei Wochen den Umfang von Bauch, Taille, Po, Oberarm und Beine und notiere sie dir in deinen Kalender. Daran sieht man am Besten die kleinen Erfolge. Bedenke aber, dass sich die Muskeln anfangs mit Wasser füllen und daher größer sind. Dementsprechend werden auch (meist unmittelbar nach dem Training) die Maße manchmal mehr sein.

 

3. Entscheide dich!
Die Suche nach dem richtigen Fitnessstudio ist nie leicht. Ich war jahrelang bei McFit, wechselte aber vor vier Jahren zur Jumpers-Kette und fühle mich dort viel, viel wohler. Vielleicht hatte ich mit der Standortwahl des McFits einfach daneben gegriffen, aber mir gingen die selbstverliebten Muskelprotze und Gaffer extrem auf die Nerven. Das habe ich z.B. im Jumpers überhaupt nicht. Manche möchten natürlich nur in ein reines Frauenfitness – Miss Sporty wäre hier eine gute Alternative zu „herkömmlichen“ Fitnessstudios. Jedes Studio bietet Probestunden an und das solltest du nutzen! Mache lieber eins zu viel, als eins zu wenig, bevor du dich vertraglich bindest.

 

4. Erstelle dir eine Art Fitnessplan
Während ich früher meine sportlichen Aktivitäten nach meinem Alltag richtete, habe ich den Spieß inzwischen umgedreht und richte meinen Alltag nun nach meinen sportlichen Aktivitäten. Beginnt meine Schicht z.B. um 9 Uhr stehe ich um 6 Uhr im Fitnessstudio, da ich weiß, dass mein Fitnessstudio nach 18:30/19:00 gerne überfüllt ist. Habe ich um 16:00 Schluss fahre ich direkt nach der Arbeit ins Gym. Ich gehe mind. zwei bis drei Mal die Woche, ansonsten werde ich unleidlich.

5. Benutze Fitness-Apps 
Mir hilft das unheimlich. Ich benutze täglich die MyFitnessPal-App, in der ich meinen täglichen Kalorienbedarf hinterlegt habe und meine Mahlzeiten eintragen kann. Meine Mahlzeiten trage ich selten bis gar nicht ein, mir dient die App als Schrittzähler (mein Ziel ist täglich 10.000 Schritte zu gehen) und als Überblick über meinen Kalorienverbrauch beim Sport. Meine Fitnesseinheiten tagge ich zusätzlich mit der RuntasticPro-App, die mir meine Strecke, meine Durchschnittsgeschwindigeit etc. anzeigt. Nutze ich die Apps mal nicht, erhalte ich Pushbenachrichtigungen, die mich dazu auffordern, mich einzuloggen und zu starten.

 

6. Die richtige Playlist ist das A und O
Am besten erstellst du dir über Napster oder Spotify eine eigene Sport-Playlist mit Songs, die dich motivieren. Am Geschicktesten wäre es, wenn du rhytmische Lieder benutzt, die dich antreiben. Während ich sonst gerne ruhigere und melodischere Musik höre brauche ich beim Sport eine gewisse Härte. So höre ich beim Lauftraining oder an den Geräten meist Rammstein, Zeromancer oder Gesaffelstein. Zum „Runterkommen“ auf dem Fahrrad darf es dann doch etwas ruhiger zu gehen.

 

7. Des Sportlers neue Kleider! 
Motiviere dich mit schöner Sportkleidung! Es gibt letztendlich kaum eine bessere Motivation, als die Kleidung zu lieben, die du zum Fitness trägst und dich darin wohl fühlst. Jedes Mal, wenn ich mir neue Sportklamotten gegönnt habe, ging es für mich 10x leichter zum Sport, weil ich es kaum erwarten konnte meine neuen Schuhe oder meine neuen Running Tights auszuführen. Je besser du dich in dem fühlst, was du trägst, desto besser funktioniert auch der Rest.