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Die erste Nacht in London verbrachten wir im CitizenM-Bankside. Es liegt in unmittelbarer Nähe der U-Bahn-Haltestelle Southwark und ist somit easy zu erreichen. Die Milleniumbridge, die St. Pauls Cathedral, Tate Modern und Shakespeare’s Globe sind innerhalb weniger Minuten zu Fuß zu erreichen. Im ersten Moment macht die Gegend einen relativ spießigen Eindruck, da man zu 90% Anzugträgern über den Weg läuft (klar, ist ja auch das Bankenviertel Londons…) aber es entpuppt sich als zentrales, feines Viertel, das ich auch für meinen nächsten Aufenthalt in London wieder in Betracht ziehen werde.

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Das CitizenM ist ein Designhotel nach meinem Geschmack. Die Lobby ist mit ihrem britischen Akzenten und gemütlichen Ledersofas und Sesseln warm und einladend gestaltet. Ich hatte ab dem ersten Moment ein Wohnzimmerfeeling. Besonders cool fanden wir den Self-CheckIn am hoteleigenen iMac. Mit zwei Minuten Zeitaufwand ging er super schnell und er ersparte uns überflüssigen Papierkram. Sollte man doch nicht zurecht kommen stehen immer die super freundlichen Mitarbeiter des CitizenM’s zur Verfügung. Wer zum ersten Mal in London ist kann sich dort auch mit Stadtpläne, Broschüren rund um London und U-Bahn-Fahrplänen ausstatten.

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Unser Hotelzimmer lag im fünften Stock und war richtig gemütlich. Es hatte ein bisschen den Botelflair, wie man es z.B. aus Amsterdam kennt. Das Zimmer war ein einziger Raum, der durch eine Art satinierte Glaskoje, in dem sich die Toilette und die Dusche befand, abgetrennt war. Richtig fancy war die Farbauswahl der Glaskajüte, die man über das iPad selbst festlegen konnte. Für uns das beste Spielzeug, denn letztendlich konnten wir über das iPad unser ganzes Zimmer steuern: die Beleuchtung, den Fernseher und die Rollos. Das CitizenM bietet seinen Gästen also jeglichen technischen Komfort, den man sich vorstellen kann. Besonders bemerkenswert finde ich, dass das Hotel seinen Gästen alles kostenlos zur Verfügung stellt. Ich habe noch nicht erlebt, dass die Minibar kostenlos war und man vom Zimemr aus Zugriff auf PayTV und Kinofilme aller Art hat, ohne zusätzliche Kosten in Kauf zu nehmen. Im Kingsizebett hatten Jana und ich genügend Platz und es war so gemütlich, sodass wir wie Babys schliefen und am nächsten Morgen eigentlich gar nicht aufstehen wollten.

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Für die richtige Stärkung am nächsten Tag wurde auch gesorgt. Am Buffet gab es das klassische English-Breakfast mit Bacon, gebackenen Bohnen und Toast, als auch Vollkornprodukte, frisches Obst und Gemüse, Marmelade und Wurst. Für jeden war also etwas dabei. Wir nahmen direkt an der Fensterfront platz und während wir gemütlich frühstückten konnten wir die Briten beobachten, wie sie zur Arbeit, zur Schule oder zum Sport gingen.

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Für weitere Eindrücke schaut euch unbedingt Janas Hotel-Review an. Ihr plant demnächst auch einen Aufenthalt in London? Das CitizenM findet ihr in der 20th Lavington Street, London SE1 0NZ. Wenn ihr wie echten Briten auch mal einen Happen für unterwegs braucht findet ihr in einer Nebenstraße Saintsbury’s und direkt gegenüber einen kleinen Marks & Spencer, der leckere Salate, Sandwiches und Knabberzeug verkauft.

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*in freundlicher Zusammenarbeit mit dem CitizenM London Bankside

Als sich mein damaliger Freund dazu entschloss auf Weltreise zu gehen, waren wir gerade drei Jahre zusammen. Ich kam nach Hause und er stellte mich vor die Wahl: entweder er und die Weltreise oder unsere Wege würden sich trennen. Weil ich ihn liebte entschloss ich mich ohne zu zögern für ihn. Was diese Reise bedeutete, konnte ich erahnen, aber wie die drei Monate werden sollten, bevor es für ihn los ging, daran hatte ich nicht gedacht. Anfangs wehrte ich mich vehement über diese Reise zu sprechen. Ich wollte es vielleicht nicht ganz wahr haben, hatte gehofft das alles zu verdrängen und gehofft, es würde nicht mal so weit kommen, er würde es sich nochmal anders überlegen. Als ich jedoch merkte, dass das alles keine Schnapsidee war, fing ich an mich damit zu beschäftigen. Ich setzte mich mit ihm zusammen, ließ mir die Route zeigen, alles erklären und ging mit ihm durch, was noch alles organisiert werden musste. Am Abend, an dem er den Flug buchte, ertränkte ich meinen Kummer in Alkohol. „Der Flug ist gebucht. Am 22.10. geht’s los.“ // Wir machten das Beste aus den übrigen Wochen. Wir flogen für 10 Tage in den Urlaub, unternahmen viel. Hielten nahezu jeden gemeinsamen Moment in bildlicher Form fest…
Aber die Zeit bis zum „Tag X“ wie ich ihn nannte, verging immer schneller und allmählich sammelte und stapelte sich im Arbeitszimmer alles mögliche an Utensilien und Dokumenten, die man für eine solche Reise brauchte. Ich gab wirklich mein Bestes um ihn in allem zu unterstützen, aber mit dem wachsenden Stapel wuchs auch wieder mein Kummer. Ich hatte das Gefühl, dass jeder Tag um mehrere Stunden beraubt wurde. // Am letzten Abend saßen wir im Wohnzimmer unserer gemeinsamen Wohnung. Es war bedrückend und nur widerwillig ging ich irgendwann schlafen. Als der Wecker am nächsten Morgen klingelte lagen wir im Bett, ganz still. Da war er also, dieser verfluchte Tag. Da er in Frankfurt abflog musste ich mich bereits in Nürnberg am Bahnhof von ihm verabschieden.

Als die Türen schlossen, drückte ich meine Hand 
gegen die Scheibe des ICE’s und ganz ehrlich? 
In diesem Moment schwor ich mir, so etwas nie wieder mitzumachen.

Die ersten Tage waren die Schwersten. Ich schaffte es nicht etwas auch nur ansatzweise zu verändern oder aufzuräumen, was er zuletzt in der Hand gehabt hatte. Seine Klamotten, die er am Abend vor seiner Abreise im Wohnzimmer auszog ließ ich wochenlang liegen, weil sie mir das Gefühl gaben, er sei noch zuhause und würde jeden Moment durch die Türe kommen.

Wann auch immer die Zeit es zuließ telefonierten oder skypten wir, und wenn es nur wenige Minuten waren. Die Beziehung funktionierte erstaunlich gut über die Distanz hinweg und das verlieh mir Sicherheit. Mir ging es besser und ich begann mein Leben neu zu ordnen und arrangierte mich mit der neuen Situation. Ich vergrub mich nicht mehr nur zuhause, ging wieder aus oder lud Freunde zu mir ein. Natürlich waren Tage wie mein Geburtstag, Weihnachten, Silvester, unser Jahrestag oder sein Geburtstag Tage, an denen es mir nicht gut ging, die ich nicht genießen konnte. Aber die Tage vergingen. Es wurde November, Dezember, Januar, Februar, März…. Die Vorfreude stieg, aber auch die Anspannung. Auf den letzten paar Metern fingen wir an uns immer öfter und wegen jeder Kleinigkeit zu streiten. Wir stritten via Skype, einer von uns beendete einfach das Gespräch indem er den Laptop oder die App schloss. Ich hatte Panik, furchtbare Panik. Ich hatte mein Leben im letzten halben Jahr ganz gut hinbekommen, hatte gelernt wieder alleine zu leben und mich persönlich stark verändert. Ich hatte Angst, wir könnten uns nicht mehr mögen. Ich hatte Angst, jeder von uns hätte sich an sein neues Leben gewöhnt und hätte das „Alte“ vergessen. // Zwei Tage vor seiner Ankunft entspannte sich die Situation. Wir freuten uns aufeinander und zeigten das auch. Wir zählten die Stunden. Die Autofahrt nach Frankfurt kam mir wie eine Ewigkeit vor. Ich konnte es kaum erwarten.
Er verließ als letzter das Gate. Er trottete hinter den Flugbegleitern her, ein fettes Grinsen im Gesicht. Als ich ihn sah stand die Welt einen Moment still und mein Herz setzte aus. Wir hatten es geschafft, ein ganzes halbes Jah. Ich hatte das Gefühl mein Herz würde zerspringen. Die ganze Heimfahrt über hielt er meine Hand und ließ sie nicht mehr los. Das Gefühl war überwältigend. Als er abends das erste Mal nach sechs Monaten wieder neben mir einschlief, blieb ich die halbe Nacht wach und schaute ihm beim Schlafen zu.
Die ersten paar Tage war ich wie in Trance. Es wirkte alles wie durch eine rosa rote Brille. Aber nach kurzer Zeit stellten wir fest, dass es nicht mehr so war, wie vorher. Etwas hatte sich verändert. Wir hatten uns verändert. Wir stritten täglich, in den schlimmsten Phasen lebten wir nebeneinander her, redeten kaum miteinander und gingen getrennt schlafen.

Alles war lieblos, halbherzig und kalt.

Ich führte stundenlange Gespräche mit meiner Familie, wandte mich an seinen Freund, mit dem er anfangs auch gemeinsam auf Reisen war. Alle sagten mir, ich solle kämpfen, an uns glauben und das tat ich. Ich investierte all meine Kraft in diesen Kampf und an einem Dienstag hatte ich das Gefühl, wir hätten das Schlimmste überstanden. Es war der erste Tag, an dem ich mich wieder darauf freute nach Hause zu kommen, ohne Bauchschmerzen. Es war aber auch jener Tag, an dem ich den Kampf um meine Beziehung verloren hatte. Sechs Wochen waren vergangen, seit ich ihn in Frankfurt am Flughafen abgeholt hatte.

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Was ich euch mit dem Einblick in dieses kurriose halbe Jahr sagen möchte: ich denke nicht, nein, ich weiss, dass nicht jede Beziehung nach einer solchen Reise zerbricht. Eine solche Reise stärkt Beziehungen, schafft Vertrauen und gibt einem selbst auch die Möglichkeit, sich neu zu entdecken. Selbst wenn man derjenige ist, der zurückt bleibt, während der andere das womöglich größte Abendteuer seines Lebens erlebt. Eine Beziehung, die eine solche Reise nicht übersteht wäre früher oder später sowieso auseinander gegangen. Als ich mich am 22. Oktober 2013 am Gleis von meinem damaligen Freund verabschiedete, schwor ich mir, so etwas nie wieder mit mir machen zu lassen.

Heute, genau drei Jahre, nachdem ich die Hand 
gegen die Scheibe des ICEs drückte, 
revidiere ich diese Aussage. 

Ich würde es wieder tun. Diese Zeit hat mich verändert. Sie hat mich stärker gemacht und ich habe angefangen, nicht immer nur die schönen Dinge zu sehen. Ich habe meine mädchenhafte Brille abgelegt und bin durch diese Zeit ein Stück weit erwachsener geworden. Ich habe Dinge für mich neu entdeckt, ich habe gelernt, alleine durchs Leben zu gehen und es trotzdem zu schaffen. Ich würde es wieder tun, weil es der größte Fehler auf Erden ist, einem Menschen, den man liebt etwas zu verwehren, was dieser liebt. Und wenn es das Reisen ist, dann wird er sich auch immer wieder fürs Reisen entscheiden. 

Ich hatte ja gehofft, dass wir noch eine Weile vom kalten und tristen Herbstwetter verschont bleiben und noch ein wenig Zeit haben, den Spätsommer oder zumindest den goldenen Oktober zu genießen, aber es war wohl vergeblich. Während ich morgens das Haus in Mantel, Schal und Mütze eingepackt verlasse schwelge ich in den Erinnerungen an meinen Urlaub vor eineinhalb Monaten. Wenn ich das so lese – eineinhalb Monate – hört es sich gar nicht so lange an, wie es sich schon wieder anfühlt. Ich bin einfach nicht geschaffen für so ein trauriges, graues, kaltes Wetter. Gerade der Sonnenuntergang fehlt mir als krönender Abschluss des Tages. Wie sich die sinkende Sonne im Wasser spiegelt, man nochmal kurz einen Anflug von Hitze verspürt und dann zusehen kann, wie binnen Sekunden die Sonne hinter den Bergen verschwindet und den Himmel in warme Farben taucht… Heute zeige ich den ersten Teil meiner in bildlicher Form festgehaltenen Erinnerungen an Lazise, Bardoline und Co.

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Der nächste Stop am vierten Tag meiner kleinen Reise war MILANO. Ich hatte mich wirklich riesig auf diese Stadt gefreut, muss aber rückblickend sagen, dass es doch sehr ernüchternd war. Oder einfach: nichts Besonderes. Natürlich gab es herrlich gekleidete Italienerinnen und mindestens doppelt so attraktive, gut gekleidete Männer aber die Stadt an sich hat mich leider gar nicht umgehauen. Sie war mir zu hektisch, zu laut, zu voll. (Vielleicht war ich auch einfach nur in den falschen Ecken und Mailand muss längerfristig erkundet werden!?) // Jedoch war der Dom für mich eine kleine Attraktion. Man musste zwar zuerst an schwer bewaffneten italienischen Militär vorbei aber das war es wert. Sowohl die Kirche von innen als auch der Ausblick vom Dach waren wunderbar. Wie es mir auch schon von den Kirchen aus Barcelona bekannt war, war es auch hier ganz besonders wichtig, dass die Beinbekleidung nicht kürzer als bis knapp über das Knie ging und die Schultern bei allen Besuchern stets bedeckt waren.  Ich bin ja wirklich kein großer Fan von Kirchen, aber die Größe, die Kunst der Verglasung als auch die Ruhe – einfach großartig!

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