Zwei Wochen ist es nun schon wieder her, dass Jana und ich im Novotel London Blackfriars unsere letzte Nacht in London verbringen durften. Ich will euch unser „Erlebnis“ nicht länger vorenthalten.

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Das Notovel lag nur wenige Gehminuten von unserem ersten Hotel entfernt und war somit genau so leicht zu erreichen wie das vorherige Hotel. Der Check-In war in wenigen Minuten geschafft, somit ging es mit dem Aufzug in den 12. Stock der insgesamt 13 Stockwerke. Als wir vor unserer Zimmertür standen konnten wir unseren Augen kaum glauben, denn und unter den Ziffern 1201 stand noch ein weiteres, kleines Wörtchen: „Suite“.

Die Suite teilte sich in zwei Räume mit stilvoller Einrichtung auf. Im Wohnzimmer befanden sich einen runden, gläsernen Esstisch sowie eine kleine Sitzgruppe, die Minibar und eine eigene Nespresso-Kaffeemaschine. An das Schlafzimmer grenzte das große Bad an, das mit seinen graubraunen Fliesen absolut meinen Geschmack traf, da ich die üblichen Hotelbäder mit ihren weißen Fliesen immer recht steril, sogar ein wenig einfallslos und vor allem langweilig finde. Das Schlafzimmer selbst wurde letztendlich nur vom riesigen Bett ausgefüllt. Es war wahnsinnig komfortabel und der Ausblick, die man vom Bett aus über das Londoner Stadtteil Southbank genießen konnte, unbezahlbar.

Novotel London Blackfriars
Novotel London Blackfriars

Am nächsten Morgen zogen wir im hauseigenen Schwimmbad ein paar Runden und entspannten noch einen Moment in der Sauna. Es war nur unglaublich schade, dass wir keine Zeit hatten das Gym zu nutzen. Aber was tun Jana und ich neben Sport noch richtig gerne? Essen! – Das Frühstücksbuffet war eine wahrliche Augen- und Gaumenfreude. Jana und ich trauten uns sogar an das typische English-Breakfast. Wem das nicht mundet kommt aber trotzdem nicht zu kurz, denn es gab ebenfalls frischen Obstsalat, Toast und kleine Croissants mit oder ohne Schoki. Für das Frühstück gab es sogar einen eigenen Platzanweiser, der uns allerdings erst auffiel, als wir bereits Platz genommen hatten. Upsi… Zum Abschloss genossen wir noch einen Kaffee auf dem Zimmer, mit Blick über die Dächer auf das graue, aber schöne London.

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Wenn ich meinen Aufenthalt im Novotel Blackfriars in einem Satz beschreiben müsste wäre es „Luxus für den kleinen Geldbeutel“. Wir wurden verwöhnt und es wurde stets für unser Wohl gesorgt. Das Hotel liegt direkt zwischen der Haltestelle Southwark und Waterloo womit es super zentral liegt. Wer also für seinen nächsten Aufenthalt noch ein passendes Hotel sucht sollte auf jeden Fall die 46 Blackfriars Road, SE1 8NZ London in Erwägung ziehen, wo ihr das Novotel findet. Wir würden definitiv wieder einchecken!

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*in freundlicher Zusammenarbeit mit Novotel Hotel London Blackfriars

 

Mein Schlafzimmer ist so circa der liebloseste Raum in meiner Wohnung. Nicht, weil ich keinen Wert drauf lege, dass ich es gemütlich habe, sondern weil ich einfach noch nicht sicher bin, in welchem Stil ich es halten will. Schon seit Wochen durchforste ich Kataloge und Internetseiten, lege Mindmaps und Moodboards an aber irgendwie komme ich bisher noch nicht weiter. Die Farbwahl für die Wände wurde festgelegt und wieder verworfen. Ich weiß zwar, in welche Richtung es grob gehen soll, aber so ganz sicher bin ich mir noch nicht. Ich habe mich zumindest schon mal nach ein paar Bildern umgesehen, die vorerst die kahlen Wände schmücken sollten. Fündig wurde ich bei Desenio.

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Wie man vielleicht schon unschwer erkannt haben mag, liebe ich alles, was Rosègold ist. Da war es natürlich ideal, dass ich bei Desenio nicht nur die Prints, sondern auch direkt die Rahmen in der passenden Größe bestellen konnte. Perfekt aufeinander abgestimmt. Die Mondphasen-Bilder fand ich einfach von der Stimmung her sehr passend. Außerdem habe ich mir für meinen Flur einen minimalistischen Jahreskalender gekauft, den ich mit Klammern an der Wand befestigt habe. Ihr solltet unbedingt mal bei Desenio vorbei schauen – ich liebe diese Seite. Share the love: bis Donnerstag, 23. März 2017 bekommt ihr  mit dem Code featherlight25 25% auf alle Prints.

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Für mich geht es jetzt an die Intensivierung meines Plans, wie ich das Schlafzimmer gestalten möchte. Es ist nun mal das kleinste Zimmer, in dem mein Bett schon den meisten Platz einnimmt. Ich möchte ein wenig mehr Stauraum schaffen, mir aber keinen großen, wuchtigen Schrank zulegen, der den Raum dann gar erdrückt. Ich bin also auch schon fleißig am Pinnen von möglichen DIY’s auf Pinterest. Wenn von euch jemand eine Idee hat, wie ich mein „Platzproblem“ lösen könnte, immer her damit! Ich brauche es in meinem Schlafzimmer einfach gemütlich, wenn man mal bedenkt, dass man bei einer durchschnittlichen Schlafdauer von 8 Stunden tatsächlich 1/3 seines Lebens im Bett verbringt. Ach… aber was sage ich da? Bei mir ist es sicherlich wesentlich mehr…

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*in freundlicher Zusammenarbeit mit Desenio

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Die erste Nacht in London verbrachten wir im CitizenM-Bankside. Es liegt in unmittelbarer Nähe der U-Bahn-Haltestelle Southwark und ist somit easy zu erreichen. Die Milleniumbridge, die St. Pauls Cathedral, Tate Modern und Shakespeare’s Globe sind innerhalb weniger Minuten zu Fuß zu erreichen. Im ersten Moment macht die Gegend einen relativ spießigen Eindruck, da man zu 90% Anzugträgern über den Weg läuft (klar, ist ja auch das Bankenviertel Londons…) aber es entpuppt sich als zentrales, feines Viertel, das ich auch für meinen nächsten Aufenthalt in London wieder in Betracht ziehen werde.

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Das CitizenM ist ein Designhotel nach meinem Geschmack. Die Lobby ist mit ihrem britischen Akzenten und gemütlichen Ledersofas und Sesseln warm und einladend gestaltet. Ich hatte ab dem ersten Moment ein Wohnzimmerfeeling. Besonders cool fanden wir den Self-CheckIn am hoteleigenen iMac. Mit zwei Minuten Zeitaufwand ging er super schnell und er ersparte uns überflüssigen Papierkram. Sollte man doch nicht zurecht kommen stehen immer die super freundlichen Mitarbeiter des CitizenM’s zur Verfügung. Wer zum ersten Mal in London ist kann sich dort auch mit Stadtpläne, Broschüren rund um London und U-Bahn-Fahrplänen ausstatten.

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Unser Hotelzimmer lag im fünften Stock und war richtig gemütlich. Es hatte ein bisschen den Botelflair, wie man es z.B. aus Amsterdam kennt. Das Zimmer war ein einziger Raum, der durch eine Art satinierte Glaskoje, in dem sich die Toilette und die Dusche befand, abgetrennt war. Richtig fancy war die Farbauswahl der Glaskajüte, die man über das iPad selbst festlegen konnte. Für uns das beste Spielzeug, denn letztendlich konnten wir über das iPad unser ganzes Zimmer steuern: die Beleuchtung, den Fernseher und die Rollos. Das CitizenM bietet seinen Gästen also jeglichen technischen Komfort, den man sich vorstellen kann. Besonders bemerkenswert finde ich, dass das Hotel seinen Gästen alles kostenlos zur Verfügung stellt. Ich habe noch nicht erlebt, dass die Minibar kostenlos war und man vom Zimemr aus Zugriff auf PayTV und Kinofilme aller Art hat, ohne zusätzliche Kosten in Kauf zu nehmen. Im Kingsizebett hatten Jana und ich genügend Platz und es war so gemütlich, sodass wir wie Babys schliefen und am nächsten Morgen eigentlich gar nicht aufstehen wollten.

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Für die richtige Stärkung am nächsten Tag wurde auch gesorgt. Am Buffet gab es das klassische English-Breakfast mit Bacon, gebackenen Bohnen und Toast, als auch Vollkornprodukte, frisches Obst und Gemüse, Marmelade und Wurst. Für jeden war also etwas dabei. Wir nahmen direkt an der Fensterfront platz und während wir gemütlich frühstückten konnten wir die Briten beobachten, wie sie zur Arbeit, zur Schule oder zum Sport gingen.

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Für weitere Eindrücke schaut euch unbedingt Janas Hotel-Review an. Ihr plant demnächst auch einen Aufenthalt in London? Das CitizenM findet ihr in der 20th Lavington Street, London SE1 0NZ. Wenn ihr wie echten Briten auch mal einen Happen für unterwegs braucht findet ihr in einer Nebenstraße Saintsbury’s und direkt gegenüber einen kleinen Marks & Spencer, der leckere Salate, Sandwiches und Knabberzeug verkauft.

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*in freundlicher Zusammenarbeit mit dem CitizenM London Bankside

Nürnberg – Köln – London – Köln – Nürnberg
let’s to thissssss ♥

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the past few days

Nachdem ich die letzte Woche mit bakteriellen Infekt flach lag war es um mich herum relativ ruhig. Um so schöner war es dann, mich wieder fitter zu fühlen und am Mittwoch nach knapp drei Monaten mit meiner Liebsten (Jana) Wiedersehen feiern zu dürfen. Wir sehen uns momentan so häufig, dass tut richtig gut. Wenn alles gut läuft sehen wir uns bis Juni noch zwei Mal – yaaaay! Wir können echt stolz auf uns sein, dass unsere „Relationship“ so „goals“ ist. In Köln angekommen wurden erstmal die nächsten paar Tage durchgesprochen und der Koffer gepackt denn es war endlich so weit: LONDON CALLING!

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Unser Tag startete am Donnerstag riiiiichtig früh, denn um viertel nach Vier holte uns bereits das Taxi ab und es ging an den Kölner Flughafen, wo unser Flieger nach London um 06:40 Uhr abhob. Abflug, Ankunft und Transfer nach Bankside verliefen so gut, dass wir unerwartet schon um halb 10 am Hotel waren. Klar, dass wir da noch nicht einchecken konnten also gleich wieder los marschiert. Bei Saintsbury’s holten wir uns – wie echte Briten – Sandwiches und düsten mit der Tube direkt weiter nach Camden um dort auf den hiesigen Markt zu gehen. Seit ich das letzte Mal dort war sind inzwischen auch schon wieder fünf Jahre vergangen und ich war tatsächlich ein wenig enttäuscht, denn der Markt gefiel mir gar nicht mehr so gut, wie damals. Ich hatte mich auf die süßen Buden mit mädchenhaften Spitzenkleider gefreut, aber davon war kaum mehr einer zu sehen. Relativ schnell fertigten wir den Markt ab und spazierten weiter durch Camden und setzen uns anschließend in den Bus zum Oxford Circus.

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Wir hatten uns für unseren Aufenthalt in London drei Dinge fest vorgenommen. Camden, Notting Hill und ein Besuch im Aubaine Selfridges.  Ein kleines Restaurant, im First Floor des Luxuskaufhauses Selfridges, in Mitten von Gucci, Miu Miu, Yves Saint Laurent und und und… Die Location und die kleinen Törtchen sind absolut „Instagrammable“ aber viel wichtiger: lecker ohne Ende. Wer also in London ist sollte sich eine kurze Pause dort nicht entgehen lassen.

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Mit 21575 Schritten und über 13 Stunden des Unterwegsseins fiel unser erster Abend mit Sandwiches, Salat, Guacamole und Germany’s next Topmodel im Hotelbett relativ schlicht aus. Am Freitag stand Notting Hill auf dem Plan. Schon vor etlichen Jahren faszinierte mich dieses Stadtteil mit seinen Bookshops und den bunten Häuschen. Leider war von dem sonnigen Wetter, wie wir es am Tag zuvor hatten, nichts zu sehen. Immerhin blieben wir vom klassischen Londoner Regenwetter verschont. Ganz egal wie das Wetter auch war, wir hatten jede Menge Spaß dabei, die typischen Blogger-Outfit-Fotos vor den bunten Fassaden zu schießen. Nachdem wir auch an diesem Tag wieder mehrere tausend Schritte gegangen waren, brauchten wir eine Pause. Nach einer kurzen Erholung auf dem Hotelzimmer schlüpften wir wieder in unsere Schuhe und spazierten an der Themse entlang nach Covent Garden. Vorbei am London Eye, dem Big Ben und dem Trafalgar Square.

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Unser letzten Stunden in London bestanden aus ein paar Bahnen im hoteleigenen Pool, einem kurzen Detox in der Saune, einem ausgiebigen Frühstück und einem kurzen Spaziergang zum Supermarkt um Postkarten zu kaufen um schließlich die einstündige Tubefahrt nach Heathrow anzutreten. London, we’ll be back ♥ 

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How to spend your money in London

Wir haben das mit dem Shoppen auf der Oxford Street versucht. Wirklich! Aber irgendwie hat es uns nicht umgehauen. In Camden und am Flughafen habe ich mir jeweils einen MAC-Lippenstift als eine Art „Andenken“ gekauft und ich wollte unbedingt einen „I ♥ London“ Pulli zum Einkuscheln für zuhause haben. Aber wir hatten noch eine Menge Geld übrig. Und wie investiert man das am Besten? Yessss, in Essen! Mit den Londoner Supermärkten kann wirklich keine deutsche Kette mithalten. Diese Salate, Sandwiches und all der ganze andere Kram sind einfach so, so geil. Alleine deswegen würden wir schon gerne in London leben 😉 Am Freitagabend waren wir dann noch bei Shake Shack in Covent Garden essen und ja, die Burger sind gut und die Cheesfries eine echt leckere Kalorienbombe aaaaaaber way too expensive. 25 Pfund ist meiner Ansicht nach für zwei Portionen zu viel und all das nur, weil die Kette gerade so gehyped wird.

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Ein Kompliment

Donnerstagabend bei Marks & Spencer. Wir waren gerade auf dem Weg zur Kasse, als wir mit einem Mitarbeiter ins Gespräch kamen. Er sprach Deutsch, erzählte, dass er aus der Krefelder Gegend kam und so gerne „Quatsch“ mache. Er freute sich mal wieder Kunden zu haben, mit denen er deutsch sprechen konnte wobei er uns im ersten Moment gar nicht für Deutsche hielt. „Ihr könntet junge Britinnen sein, alleine schon von eurem Style her!“ Ein Kompliment, wie wir fanden.

Wenn es etwas in meinem Leben gibt, etwas, das einmalig ist, dann ist es mein Vertrauen. Missbraucht man es einmal, kommt es nie wieder zurück. Ich versuche es zwar, aber es wird nie wieder so sein wie vorher, ich werde immer misstrauisch sein. Ich spreche von der Gegenwart, der Zukunft. In der Vergangenheit verteilte ich Chancen wie warme Brötchen. Nicht nur eine zweite Chance, nein, auch eine Dritte, Vierte, Fünfte… So oft musste ich auf die Nase fallen aber meine Naivität reichte weiterhin ins Unermessliche. „Menschen ändern sich doch“ lautete meine Devise. Wer sich jedoch veränderte waren nicht die Menschen um mich herum, sondern ich.

Dass mein Freund zu Beginn unserer Beziehung zwei,- oder gar drei-gleisig fuhr, erfuhr ich relativ schnell. Von einer „Mitstreiterin“, die seine Ex-Freundin war. Ebenso, wie die andere. Ich entschuldigte dieses Fehlverhalten mit Unsicherheit und Selbstzweifel, wogegen ich mir heute lieber die Zunge abschneiden würde, als so etwas zu entschuldigen. Dennoch gab ich dieser Beziehung eine Chance. Ein Jahr später erfuhr ich von meinem besten Freund, was mein Freund hinter meinem Rücken so meiner Freundin schrieb, aber er hatte keine Beweise dafür. Ich konfrontierte ihn damit, er stritt alles ab und bezichtigte meinen besten Freund so zu handeln, weil er uns auseinander bringen wolle, weil er selbst in mich verliebt sei. Ich ließ mir so ins Gewissen reden, dass ich mit meinem besten Freund brach, weil ich ihm kein Wort mehr glaubte. Am nächsten Abend stand mein Freund mit einem Strauß Rosen vor meiner Tür und flehte mich an ihm zu verzeihen und ihm nochmals eine Chance zu geben. Ich tat es. Ein Jahr später erfuhr ich von einem anderen Mädchen aus der Nachbarschaft. Ich tobte jedes Mal förmlich, doch dieses Mal war ich ganz ruhig, still und erst da merkte ich, wie gefährlich es wurde, wenn ich nicht schrie. Dass es fünf vor zwölf war. Dann zog ich mit ihm zusammen und meine Freunde und Familie schüttelten darüber nur den Kopf. Wir wohnten keine vier Wochen zusammen, als mich und meine Mutter dieses Gefühl überkam. Es war das erste Mal, dass ich mir sein Handy griff und gezielt darin nach etwas Bestimmten suchte. Ich weiß, dass man so etwas nicht macht und ich werde es auch nie wieder tun. Aber nennen wir es weibliche Intuition, denn was ich da las, war zutiefst verstörend und es brach mir das Herz. Ab diesem Moment war für eine bestimmte Zeit jedes Wort und jede Berührung zu viel. Wir schliefen nicht mehr in einem Bett, ich aß kaum mehr. Aber auch das verzieh ich ihm irgendwann. Doch es reihten sich Geschichten an Geschichten. Jedes Mal erfuhr ich es, weil mein Gefühl und sein Verhalten einher gingen und ich es durch Fangfragen oder „Spionage“ herausfand. Aber jedes Mal verzieh ich ihm auch das. Bis er nach knapp vier Jahren die Beziehung beendete und heute bin ich ihm dankbar dafür, denn ich hätte es vermutlich nie geschafft ihn zu verlassen.

Was ich meinem besten Freund damals antat, indem ich mit ihm brach, habe ich mir bis heute nicht verziehen. Er war einer der Wenigen, der von Beginn an den Mumm in den Knochen hatte, mir zu sagen, dass mein Freund der falsche Mann für mich sei, aber ich war blind vor Liebe. Wenn wir uns heute sehen, schlägt mein Herz immer einen Takt schneller als normal. Er hat mir bis heute nicht verziehen und er gab mir auch zu verstehen, dass es zwischen uns niemals mehr so sein würde wie früher. Ein „Hey“, ein „Wie geht’s dir? Was gibt’s Neues?“, Smalltalk und ein „Tschüss“. Mehr findet zwischen uns nicht mehr statt. Jedes Vorhaben, sich mal auf einen Kaffee zu treffen, verläuft im Sand.
Das alles ist nun schon ein paar Jahre her und ich bereue diese Beziehung noch immer nicht, denn ich wäre heute schlichtweg nicht die, die ich bin. Natürlich haben andere davon Schaden genommen, denn ich fing an auszusortieren. Ich habe einige Freunde dadurch verloren, ihnen damit vor den Kopf gestoßen, aber ich habe sie bisher nie vermisst. Das klingt hart, ja. Aber ich habe durch diese Zeit gelernt, dass es weniger schmerzhaft ist, Freunde mit Bedacht zu wählen. Dass es sinnvoll ist, eine zweite Chance zu geben, denn Fehler machen ist menschlich, aber keine Dritte, Vierte, Fünfte. Ich bin um eine Erfahrung reicher und ich bin daran gewachsen!

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Da es in der Vergangenheit nun schon vorkam, dass sich jemand durch meine Kolumnen persönlich angesprochen oder gar in seinem Persönlichkeitsrecht verletzt fühlte, möchte ich hier noch eine Sache mit direkter Ansprache klar stellen: Personen werden in meinen Kolumnen nie namentlich erwähnt, außer, ich habe deren Zustimmung. Wenn du dich also durch meinen Text persönlich angesprochen fühlst oder gar weißt, dass es hier um „dich“ geht, dann sollte das für dich ein Zeichen dessen sein, dass du mir im Gedächtnis geblieben bist. Dass meine Gefühle angetastet wurden – positiv oder negativ, dass sei mal dahingestellt – und dass ich das, was passiert ist, verarbeite.