monthly recap: September ’18

long time no see. Die Sommerkleidung musste weichen, die Blätter färben sich bunt, der Monat wird zweistellig und man hofft auf einen goldenen Oktober. Ganz klar, was das bedeutet: ein neuer Monatsrückblick steht an. Kompakt, für euch, auf einen Blick. Mit Songs, die ich gehört habe. Gedanken, die ich gedacht habe. Dinge, die ich gekauft habe. Bücher & Artikel, die ich gelesen habe. Eben alles, was mich den September über so begleitet hat.

Where I find you • Dustin Tebbutt // Caterpillar • Mountains of the Moon // Dept over distance • Ben Howard // Give me tonight • Dustin Tebbutt // Silent Weapons • Turtle // All we do • Oh Wonder // Forest Fires • Axel Flovent // Sons and Daughters • Allman Brown, Liz Lawrence // Mal es in die Wolken • Genetikk // das komplette D.N.A-Album von Genetikk rauf und runter ♥ // für mehr Songs aus meiner Playlist klickt  hier ♥

Felix und ich haben die Amazon Prime Serie “You are wanted” von und mit Matthias Schweighöfer angefangen. (Anm. d. Red.: und innerhalb kürzester Zeit durchgesuchtet hehe) Ich bin bei derartigen deutschen Produktionen immer ein wenig skeptisch, was hier absolut unbegründet war. Die Handlung ist spannend und die Besetzung u.a. mit Matthias Schweighöfer, Alexandra Maria Lara und Tom Beck wirklich, wirklich gut, wodurch ich viele Kritiken zur Serie partout nicht verstehen kann. Lediglich das Ende der zweiten Staffel haben wir nicht so ganz verstanden – kann uns jemand aufklären? 😉

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follow link Der September war ein stiller Monat – auf allen möglichen Plattformen. Ich hatte irgendwie keine Lust auf Geschichten erzählen und Content produzieren. Im September waren für mich andere Dinge einfach viiiiiel, viiiiel wichtiger. // Im letzten Recap hatte ich euch eigentlich eine neue Kolumne versprochen. Ich habe jedoch für mich beschlossen, den bereits fertigen Beitrag nicht zu veröffentlichen. Das hat nichts damit zu tun, dass ich das Thema nicht mehr als wichtig erachte oder Angst vor den Reaktionen habe, nein. Es geht mir primär darum, dass ich keine schlafenden Hunde wecken und das Kapitel rund um meinen alten Arbeitgeber ein für allemal abschließen möchte.

Ein neues Paar schwarze Vans Old Skool und eine dunkelblaue 2nd Hand Wildlederhandtasche. // Sobald die Herbstsaison vor der Tür steht sollte man mir eigentlich mein ganzes Geld abnehmen und irgendwo sicher verwahren. Jedes Jahr könnte ich aufs Neue losziehen und mich mit den schönsten Mänteln, Schals, Strickpullis und Boots eindecken…

Vor ein paar Tagen stieß ich auf einen Artikel der NEON-Redaktion, in dem von der Bürgerrechtsaktivistin Danielle Muscato berichtet wurde. Diese stellte ihrer weiblichen Twitter-Community die Frage, was sie tun würden, wenn Männern ab 21 Uhr eine Ausgangssperre verhängt werden würde. Jeder sollte diesen Artikel unbedingt lesen und damit meine ich auch die Männer, die hin und wieder über meinen Blog stolpern. Darüber, dass eine Umsetzung absolut unrealistisch und auch für viele Männer diskriminierend wäre, müssen wir gar nicht reden. Den Gedankenanstoß dahinter finde ich aber unheimlich wichtig. Gerade deshalb, weil ich vor kurzem selbst in einer derartigen Situation war. Nachdem ich nachts auf dem Nachhauseweg nicht auf ein eindeutiges Angebot einging musste ich mich mit den Worten “Die Sch… ist doch keine zwei Euro wert” relativ unschön beleidigen lassen. Felix wurde, nachdem er sich schützend vor mich stellte, bewusstlos geschlagen und auch ich durfte mir das erste Mal in meinem Leben von einem Mann einen Schlag abholen. Es ist traurig, aber wahr. Bitte lest den Artikel und auch die dazugehörigen Twitter-Kommentare!! >>> Belästigung: Was Frauen tun würden, wenn Männer Ausgangssperre hätten

In letzter Zeit ist mir immer wieder aufgefallen, wie egoistisch unsere Gesellschaft geworden ist. Jeder ist sich selbst der Nächste, nur noch wenige achten auf ihr Umfeld und was dort so passiert. Für mich ist es selbstverständlich älteren Herrschaften in der Bahn oder im Bus meinen Platz anzubieten, ihnen die Tür aufzuhalten oder ihnen mit ihrem Rollstuhl oder Gehwagen zu helfen, während die Leute um mich herum weiterhin auf ihr Smartphone oder stur aus dem Fenster starren und so tun, als würden sie von all dem nichts mitbekommen. Ich wurde dazu erzogen, nicht wegzusehen, wenn es zu Auseinandersetzungen kommt und Initiative zu ergreifen, wenn es darauf ankommt. Traurig nur, dass ich eher den Mund aufmache, als ein gestandener Mann um die 30, der sich wohl eher gegen verbale und nonverbale Gewalt wehren könnte als ich. Genau so ist es beim Autofahren. Die Leute achten nicht mehr auf Regeln. Erst vor ein paar Tagen scherte ein Mann hinter mir aus der zweiten Reihe aus, gab Gas und preschte über die rote (!) Ampel, weil es ihm scheinbar nicht schnell genug ging. Aber klar, was bedeutet schon eine rote Ampel? Warum sollte ich am Zebrastreifen anhalten, wenn eine Frau mit Kinderwagen drüber möchte? Wieso bei einem Unfall aussteigen und Hilfe anbieten? Mich betrifft es ja nicht. Is’ klar! Felix und ich gerieten Anfang September, wie oben schon erwähnt, in eine Auseinandersetzung. Ich war überrascht, als uns ein paar Tage später auf der Polizeiwache erzählt wurde, dass sich gleich zwei (!) unabhängige Zeugen gemeldet hatten. Ist es nicht traurig, dass so etwas inzwischen tatsächlich mehr einer Überraschung, als einer Selbstverständlichkeit gleicht? // Ach ja, ich könnte mich auch noch über unsere “derzeitige” politische Lage, sowie über die Ausschreitungen & vereitelten Terroranschläge in Chemnitz echauffieren, aber das würde womöglich den Rahmen sprengen. Eine Frage stelle ich mir jedoch immer wieder: ist die Menschheit wirklich SO dumm und hat so überhaupt gar nichts aus unserer Geschichte von vor 75-80 Jahren gelernt? 

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